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Ideen zum Sehen mit Brillen und Kontaktlinsen | |
Ihre Augen sind dann fehlsichtig, wenn ein Missverhältnis zwischen der
Länge des Augapfels und der Stärke des optischen Systems besteht.
Bei der Hornhautverkrümmung ist die Stärke des optischen Systems nicht
in allen Richtungen gleich.
Hornhautverkrümmung bedeutet unterschiedliche Wölbung der
Hornhaut in verschiedenen Richtungen und somit unterschiedliche optische
Wirkungen. Ein Auge kann in einer Richtung rechtsichtig, in der anderen
Richtung z.B. kurzsichtig sein. Entsprechend entsteht auf der Netzhaut ein
Bild, das in einer Richtung scharf, in der anderen Richtung unscharf ist.
In der Fachsprache werden die Richtungen Achsenlagen genannt.

Das Bild des Hochhauses ist in allen Richtungen gleich scharf.

Das Bild ist in vertikaler Richtung scharf, in horizontaler Richtung
unscharf. So würden Sie sehen, wenn Ihr Auge in horizontaler Richtung
rechtsichtig, in vertkaler Richtung kurzsichtig wäre.
Die Bildlinien in Richtung der Achsenlage entstehen nicht auf der Netzhaut,
sondern im Innern des Augapfels, das Objekt wird in dieser Richtung nicht
scharf wahrgenommen (rote Linien).
Dagegen werden Bildlinien in der entgegengesetzten Richtung scharf
auf der Netzhaut abgebildet (grüne Linien) *).

Weder die horizontalen, noch die Vertikalen Linien des Hochhauses sind
scharf. Dagegen ist die Dachkante rechts unten im Vordergrund scharf. So
würden Sie Sehen, wenn Ihr Auge in etwa 125 Grad rechtsichtig und in
etwa 35 Grad kurzsichtig wäre *).
Die Hornhautverkrümmung wird korrigiert, indem das in verschiedenen
Richtungen unterschiedlich starke optische System mit Brillengläsern
oder Kontaktlinsen mit unterschiedlicher optischer Wirkung in verschiedenen
Richtungen versehen wird.
In jüngster Zeit wird auch versucht, die Hornhaufverkrümmung auf operativem Weg zu korrigieren.